29.09.06

SPÖ

heute, 16.30 uhr, festzelt in der löwelstraße im 1.bezirk. gleich neben dem burgtheater. die roten schließen mit dem wahlkampf ab.
ist empfehlenswert, wenn das catering wie vor 4 jahren ist. damals im gasometer. mann war das lecker.
da könnte eine wahlentscheidung fallen ...

und morgen dann övp-event. dresscode: gummistiefel, raika-sparbuch, halbes speckbrot im gsicht und eventuell eine mistgabel. prost. mahlzeit.

27.09.06

wenn schwerkraft überbewertet wird *

draussen gewittert es.
erst beim nachhauseradeln hab ich mir gedacht, dass vor lauter staub in der luft mir die augen brennen. dass ein regen wiedermal gut wär. et voila!

des weiteren, möchte ich in zukunft versuchen, situationen, in denen ein qualitatives übermaß an information vorhanden ist, blosszustellen und durch paradoxe reaktionen quasi zu konterkarieren. ein beispiel gefällig?

bei mc donalds. ich bestelle: "ein kleines big mac menü bitte."
die verkäuferin/der verkäufer: "wir haben ein mittleres und ein großes."
ich: "dann nehme ich das große."

wie hätte die bedienung meiner ansicht nach besser, also ohne mir sinnlose info zu geben, reagieren können? sie hätte sagen können "darfs ein mittleres sein? ein kleines haben wir nicht."

der werte leser findet das kleinlich?
dann nehmen sie das:

ich finde, in österreich gibt es sehr leckere weine. deshalb halte ich es für verwerflich, weine von weit her (Australien, Kalifornien, Südafrika womöglich!!!) zu trinken. diese benötigen nämlich logischerweise transportmittel, um zu uns zu gelangen, und diese transportmittel verbrauchen treibstoff, meistens öl in irgendeiner form.
deshalb unterstützt man durch trinken von solchen exotischen weinen
1) das weltweite öl-kartell
und
2) in weiterer folge unser kapitalistisches system überhaupt
weit mehr als notwendig.

die leute mag ich also besonders gern, die mitm radl ins szene beisl fahren und dort dann ein achterl shiraz aus australien trinken (falls es so einen wein gibt und er dort wächst). das ist dann in etwa so, als würde man mit dem auto (diesel ohne partikelfilter womöglich) zum bio-laden gegenüber fahren.

gegen bananen zB habe ich aber nichts (so lange sie fair getradet sind!), weil bananen gibts hierzulande ja nicht, die muss man von weit her holen.

jetzt bin ich aber wohl etwas abgeschweift, der qualitative überschuss an information, bzw. der umgang mit ebensolchem lag mir anfangs am herzen.
kennt jemand noch beispiele dafür und eventuell mögliche paradox-reaktionen? oder ist das jetzt zu schwer für ein bissl im internet surfen?

( * der titel ist natürlich eine ableitung von peter lichts fabelhaftem 'schwerkraft')

26.09.06

encore

wiedermal so ein arbeitstag mit arbeit. büro. computer. 100000 millionen zeilen quelltexte. u know what i mean. ;-)
und dann, in der stinkenden, heissen, mit lauter ungustln vollen ubahn. wartend, endlich nachhause zu kommen. dann plötzlich - wie aus dem nichts - diese zeilen:
"jeden neuen tag / geb ich auf was ich hab / um bei dir zu sein".
nö, also platt find ich das nicht.
im gegenteil, sehr schön sogar.

so und jetzt werd ich alter romantiker mir eine portion dosenravioli in die fanne hau'n ...

13.09.06

das parfum

ich gestehe, ich lese es gerade zum ersten mal. und es taugt.
und bevor ich mich für den rest des abends zurückziehe, möchte ich noch ein mich hellauf begeisterndes zitat daraus bringen:

"Den zehnten Teil auf alle Einkünfte verlangt der Herr Finanzminister neuerdings, und das ist ruinös, auch wenn man diesen Teil nicht bezahlt, denn schon die ganze Geisteshaltung ist verderblich."

Schön, nicht? Gute Nacht!

12.09.06

geld

heute bin ich um 18.00 uhr dann endlich nachhausegangen nach einem realtiv langen arbeitstag (ca 7 std netto).
und hab mir gerade überlegt, dass ich eigentlich recht happy bin, weil ich mir in meiner arbeit heut ausgemacht hab, dass ich in zukunft nicht mehr arbeiten muss, und trotzdem relativ viel geld dafür bekomm. ich muss halt im krisenfall einschreiten. ok.
was mich besonders freut, ist der umstand, dass dies bereits der zweite job mit einem solchen deal ist, den ich hab. gleichzeitig wohlgemerkt.

meine finanzielle situation hat sich in den letzten monaten sehr befriedigend verändert, und das bei einem minimalen arbeitsaufwand und sehr viel freizeit. und ich frage mich, warum arbeiten die meisten menschen 40+stunden/woche wegen geld?

UND ich frage mich, wird meine kleine traumwelt von wenig arbeit und genug kohle, die ich mir da so kleinweise aufbaue, irgendwann in sich zusammenstürzen? oder werde ich vor dem "letzten gericht" zufrieden lächeln, mich gerne nochmal im spiegel betrachten und vielleicht auch ein bissl über die kritiker lachen, sozusagen als zusätzlicher benefit?

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