vier stunden vor elbe

Drüben am Horizont verschwindet eine Landschaft
Ein Schnitt in die Brust ist der Abschied, doch diesmal fällt er aus
Ich will mehr für dich sein als eine Schleusenbekanntschaft
Diesmal mein Herz, diesmal fährst du mit

Sieh doch, wie Tausende von Möwen nach Abfall gieren
Ein Schritt nur, vor uns ist die See, dahinter liegt New York
Ein Schaum sprüht frech zu uns herauf wie von tausend Bieren
Diesmal, mein Herz, diesmal fährst du mit

Wird dir auch schlecht, über die Reling halte ich dich gerne
Ein Ritt auf tausend Tonnen Stahl fordert seinen Preis
Und alt wie der Mensch ist die Sehnsucht nach der Ferne
Diesmal, mein Herz, diesmal fährst du mit

Scheiß doch auf die Seemannsromantik
Ein Tritt dem Trottel, der das erfunden hat
Niemand ist gern allein mitten im Atlantik
Diesmal, mein Herz, diesmal fährst du mit


Element of crime - "vier stunden vor elbe"
a.mor - 18. Jan, 22:44

1181 windungen hinter deiner zunge

eine seele verzweifelt in nachbars vier wänden
ein finger im arsch ist ein hallo, sie schreien es laut
haben noch mehr für dich an ihren händen
diesmal, rosette, blutest du nicht

sie doch, wie sie alle unsichtbar werden
ein stück noch, vor ihnen der dickdarm, dahinter das herz
sie hören den schlag schon wie hufschlag von pferden
diesmal, rosette, blutest du nicht

macht nichts wenn sie kotzen, vermischt sich der brei
durch tausende windungen schmiert sich der schleim
das alter des menschen, es ist einerlei
diesmal, rosette, blutest du nicht

sei so gut, scheiß nicht auf mich
tret ich den trottel, so kommst du noch tiefer
kaum dring ich ein, verspannst du dich
diesmal, rosette, blutest du nicht

a.mor

nancyboy - 19. Jan, 10:08

sehr geehrter herr a.mor,

seineszeichens fäkalkünstler.
mehrere ansätze habe ich nach dem versuch, deinen kommentar zu interpretieren:
1)der eoc-text zeile für zeile in deine sprache übersetzt, wobei ich mir da nur bei manchen zeilen leicht tue
2)irgendwas mit franzobel
3)vollkommener eigenbau (wahrscheinlich, aber stilistisch schon irgendwie in anlehnung an das lied, nur textlich???)

wie darf ich das verstehen? als kritik an der - zugegebenermaßen - unart, hier liedtexte unkommentiert einfach so für sich stehen zu lassen?
dazu sei folgendes vermerkt:
wer das lied nicht kennt, soll sich s doch mal anhören. ist echt schön.
wer das lied kennt, weiss, dass es eine berechtigung hat, hier unkommentiert zu stehen.
a.mor - 19. Jan, 16:38

stilistisch an das eoc-lied angelehnt, ja natürlich... reimschema gleich, letzte zeile in jeder strophe gleich, etc... textlich vollkommener eigenbau.

interpretationshilfe, die gleichzeitig nur einen -versuch darstellen kann:
handelt von arschkriechern. von anfangs nur einem und dann mehreren fingern, die sie ins rosetterl stopfen, dringen sie immer weiter vor, im denken, dass nach dem dickdarm das herz kommt, man ins herz geschlossen wird, wenn man nur weit genug ins darmrohr vordringt.
natürlich(!) stört es sie, dass sie ins arscherl kriechen müssen. es stinkt sie an, sie müssen kotzen. macht aber nix, weil da eh schon nur dreck herumschwimmt im (vermeintlichen) vorhof des herzens.
egal, wie alt; alle wollen in deinen arsch - dein herz!deine seele?

in der vierten strophe dreht sich die perspektive ein bisserl, aber kaum. du kletterst ihm in den arsch, vergisst dabei auf mich. soll ich den, dem du in den arsch kriechst, einen arschtritt verpassen, wodurch du noch tiefer hineinrutschen würdest? ein gefallen sozusagen...

und kaum will ich in dein herz, verkrampfst du...

diesmal, rosette, blutest du nicht... ein wenig resignativ zu sehen. man ist's ja schon gewöhnt. hornhaut hat sich um den sphinkter gebildet. drängt doch alle nach anderen, fremden ärschen und herzen. ich blute nimmer. auch übertragen zu sehen: ich habe keine tränen mehr!

ja, teils kritik an der zitiererei. zu zeigen, dass man auch in 10 minuten selbst was hinbekommt, das sich erst im schreiben durchdenkt und trotzdem irgendwie witzig ist. ob gut...? sei dahingestellt... (wohin?)
ich bezweifle keinesfalls, dass das lied schön ist. ich kenn ja eoc auch ein bisserl. dieses lied kenn ich zwar nicht, aber egal.

vielleicht auch einfach deshalb, weil ich mit dem text nix anfangen konnte. *gg* franzobel hätt's allerdings um ecken besser gemacht vermutlich!
ein klassischer fall von "mir fallen eigentlich nur zwei zeilen ein"-gedicht. aber weiterschreiben kann man ja mal. hab's dann sogar - der schlüssigkeit wegen - nochmal überarbeitet. und dann kam besuch...

werd's jetzt auch noch in meinen blog stellen denk ich...

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